Curriculares VeBID Manual26 3 4 Lernbereich Integration und klinische Anwendung In diesem Lernbereich sollen die erworbenen Kennt nisse und Fähigkeiten aus den anderen Bereichen zusammengeführt und bezogen auf individuelle Fäl le Patienten angepasst werden 3 4 1 24 Stunden Ansatz Im Bobath Konzept versteht man unter dem 24 Stun den Ansatz neben der spezifischen therapeutischen Intervention das therapeutische Management als das Handhaben von Prinzipien Regeln Routinen etc das darauf abzielt die Idee und die Inhalte der Therapie auf den Alltag zu übertragen und zu trainieren Dieser Ansatz ist interprofessionell ausgelegt und be zieht alle Bezugspersonen mit ein Der Patient ist ein mündiger Partner in diesem Prozess Lagerung Positionierung und Lageveränderung im Liegen und im Sitzen individuelle Anpassung und mögliches Spektrum in Bezug auf den Alltag des Patienten die verschie denen Phasen der Rehabilitation die vielfältigen Umgebungen einschließlich des häuslichen Um felds Angehörige und Bezugspersonen Einbeziehen in den therapeutischen Prozess Anleitung und Beratung einschließlich der Verwen dung von Hilfsmitteln interdisziplinäre Zusammenarbeit Abstimmung auf der Grundlage einer gemeinsa men Wissensbasis gemeinsame Zielformulierung Aktivität und Partizi pation Kooperation im therapeutischen Team an den be treffenden Schnittstellen zur Förderung der Eigen kompetenz in den Domänen der ICF Lernen und Wissensanwendung Kommunikation Mobilität Selbstversorgung häusliches Leben interperso nelle Interaktionen und Beziehungen bedeutende Lebensbereiche gemeinschaftliches soziales und staatsbürgerliches Leben Tagesstruktur Therapieplanung Dosierung Frequenz Intensität Dauer Pausen und Ruhezeiten Freizeitgestaltung Eigentraining Eigenverantwortung Carry over Generalisierung Organisationen und Selbsthilfegruppen Plastizität und Lernen www Bobath Konzept Deutschland de Lehr Lernziele Der TN versteht Lagern als festen Bestandteil der Therapie Er nutzt fortlaufend die stabilisierenden und begrenzenden Effekte während seiner thera peutischen Intervention Er gestaltet den Weg in die Lagerung und die La geveränderung als Teil des therapeutischen Vorge hens Er entwickelt ein Repertoire für individuelle Lagerun gen um die Behandlungsinhalte zu manifestieren Er ist in der Lage Bezugspersonen des Patienten im Sinne eines förderlichen Umgangs mit dem Pa tienten und einer förderlichen Situationsgestaltung für den Patienten zu beraten und anzuleiten Dies schließt die Auswahl und Anpassung geeigneter Hilfsmittel für den Alltag ein Er versteht sich als Teil des interdisziplinären Teams definiert seine fachspezifische Verantwortung und entwickelt Verständnis für andere Fachgruppen Er trägt dazu bei gemeinsame Strategien und Ziel vereinbarungen zu entwickeln Er entwickelt auf der Grundlage des Clinical Rea soning Prozesses einen individuellen Tagesplan Wochenplan angepasst an die Wünsche Bedürf nisse und Ressourcen des Patienten Er kennt Grundlagen zur Erstellung eines Eigenpro gramms Er ist in der Lage ein individualisiertes Eigenpro gramm zu erstellen um den Patienten zu befähi gen gewonnene Therapieergebnisse eigenverant wortlich zu üben und zu erhalten Er weiß um die vielfältigen Organisationen und Selbsthilfegruppen und ist in der Lage Eigenrecher che zu einem spezifischen Problem zu machen um dem Patienten und seinen Angehörigen unterstüt zende Angebote zu machen Literatur Baran M Lehrer N Duff M et al Interdisciplinary con cepts for design and implementation of mixed reality in teractive neurorehabilitation systems for stroke Phys Ther 2015 95 3 449 460 Fryer CE Luker JA McDonnellMN et al Self manage ment programmes for quality of life in people with stroke Cochrane Datsbase Syst Rev 2016 22 8 CDo10442 Graven C Brock K Hill KD et al First year after stro ke an integrated approach focusing on participation goals aiming to reduce depressive symptoms Stroke 2016 47 11 2820 2827 Rasmussen RS Østergaard A Kjær P et al Stroke rehabili tation at home before and after discharge reduced disabi lity and improved quality of life a randomised controlled trial Clin Rehabil 2016 30 3 225 236 Siemonsma P Döpp C Alpay L et al Determinants influenci ng the implementation of home based stroke rehabilitation a systematic review Disabil Rehabil 2014 36 24 2019 2030

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